Umgebung

Das Schloss Biebrich ist die Residenz der ehemaligen Fürsten von Nassau.
Fürst Georg August Samuel von Nassau-Idstein ließ 1701-1703 sein Gartenhaus zu einem Wohnschlösschen ausbauen. In den Folgejahren weiter östlich lies er ein identisches Gegenstück errichten und ab 1708 wurden beide Bauteile durch einen Mittelbau mit Rotunde verbunden. Fürst Georg August konnte dazu 1707 Johann Maximilian von Welsch gewinnen, der eine barocke Gesamtkonzeption der Schlossanlage mit Garten und Orangerie verlieh.


Fürstin Charlotte Amalie von Nassau-Usingen erwarb das Schloss 1729.
Ihr Sohn, Fürst Carl ließ den Bau 1730-1744 durch Friedrich-Joachim Stengel als Dreiflügelanlage vollenden. Bei Fertigstellung 1744 verlegte Fürst Carl die Residenz aus dem hinteren Taunus von Usingen nach Biebrich an den Rhein.. Bis zur Fertigstellung des Stadtschlosses in Wiesbaden (1840) war das Schloss Biebrich Hauptresidenz der nassauischen Fürsten und Herzöge.
1840 bis 1866 diente es dann nur noch als Sommerresidenz.


Nach der preußischen Annexion 1866 blieb das Schloss im Besitz von Herzog Adolph von Nassau-Weilburg, wurde ab 1890 von der Luxemburgischen Finanzkammer verwaltet und 1934 an den preußischen Staat verkauft.
1945 wurde der Ostflügel zerstört und erst 1982 wiederaufgebaut.


Das Schloss ist Heute im Besitz des Landes Hessen und wird vom Hessischen Immobilienmanagement verwaltet. Es dient als repräsentatives Gebäude für Empfänge der Landesregierung und als Standesamt. Außerdem sind mehrere Behörden im Schloss untergebracht, darunter das Hessische Landesamt für Denkmalpflege.


Seit 1929 findet jährlich an Pfingsten das Internationale Reitturnier in der Schlossparkanlage des Schloss Biebrich statt.


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